Lebenslanges Lernen
Lebenslanges Lernen ist ja gerade heutzutage wichtiger denn je. Sagte gestern bei Beckmann nochmal der Alt-Bundeskanzler Schmidt. Genüßlich an der Mentholzigarette ziehend teilte er der Fernsehnation mit, dass er sich zukünftig auch Berufsschulen für 47-jährige vorstellen könne, damit die dann einen zweiten oder dritten Beruf lernen müssten (full disclosure und off topic: mein Lieblingssatz war ja eher: nicht so lange rumstudieren). Right. Zum lebenslangen Lernen gehört für mich, ruhig auch mal bei anderen vorbeizuschauen und zu sehen, was die so im Hinblick auf ihre sicherheitspolitische Kommunikation so machen. Drüben, beim jederzeit lesenswerten kanadischen Blog The Torch, hatten die Jungs am letzten Sonntag einen Beitrag, den ich sehr bemerkenswert fand. Da erzählt ein kanadischer Task-Force Kommandeur direkt aus Kandahar was über seinen Einsatz und sein tägliches Geschäft in Afghanistan. Und zwar per Skype! Shock and awe. Das ganze schnell noch sauber mitgeschnitten (keine Ahnung wie das geht bei Skype) und dann bei You Tube hochgeladen. Fertig ist die gut gemachte Information aus dem Einsatzland. Ist vielleicht nicht so spektakulär wie ein General, der in Washington das versammelte Pentagon-Pressekorps brieft, aber mindestens genauso informativ. Und dabei einfach zu produzieren. Der Fragesteller scheint übrigens ein Blogger zu sein. Doppel-Bonus.
Sollte man das nachmachen? Aus meiner Sicht: absolut ja. Warum? Nun, damit ich hier nicht das Rad neu erfinden muss, zitiere ich mal schnell aus dem (auch ansonsten sehr vorzüglichen) US Army Public Affairs Handbuch (Version 1.0):
Throughout American history our service members have been the most credible, influential and authentic spokespersons for the U.S. military way of life. Their diaries, letters and handwritten journals have provided some of the clearest accounts and most authentic historic documentations of American’s battles and warfare. However, that age has come to an end. The diaries and letters of yesterday are being replaced with instantaneous and worldwide communication, greatly increasing the service member’s ability to communicate. Internet based electronic media has become the most important means for service members to communicate (…) with families, friends and the general public – nationally and internationally.
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Wieder was gelernt.
6 Kommentare to Lebenslanges Lernen
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- @joshuafoust There's a piece from earlier today where it#s reported that the Oxfam workers went on a mine. in reply to joshuafoust 3 days ago
- For those interested: http://bit.ly/avsKmE 3 days ago
- Congrats RT @joshuafoust: it's settled: my book (coming out this fall) will be titled: "Afghanistan Journal: Selections from Registan.Net." 3 days ago
- Greg Jaffe wins the netz. RT @joshuafoust @abumuqawama: Great reporting on the U.S. Army officer corps from Greg Jaffe. http://bit.ly/95cezV 4 days ago
- A couple of things spring to mind when reading this. ICOS. StratCom. But judge for yourself. http://bit.ly/aRIkqd 4 days ago
- Wer ihn gestern im Fernsehgarten gesehen hat, weiss, dass Sie Recht haben. Cheers. 4 days ago
- More updates...
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Hier für gibt es ein großes JA! Und einen Link.
[...] geneigten Lesern sei heute dies hier empfohlen. Bitte versuchen, nachzumachen, und nicht wieder versuchen, [...]
Thanks for mentioning Damian’s post, have mentioned yours:
“Torch video interview with Canadian Afstan helo commander noticed by German blog”
Mark
Ottawa
Wenn das ein deutscher Offizier machen würde, würde er aber einen Text vortragen der genausogut abgelesen sein könnte. Das ganze würde trocken und langweilig wirken. Das sieht man an den wenigen Videobeiträgen – vor allem Interviews – die es aus der Bundeswehr gibt. Die Ausnahmen sind selten.
Soldaten aus dem englisch-sprachigen Raum schaffen es dagegen in den meisten Fällen einfach natürlich und locker zu reden – auch wenn der Inhalt in machen Fällen einstudiert sein mag.
@Stefan: in Bezug auf Deutschen bin ich mir nicht sicher. Ich kenne eine Reihe von Leuten, die das super machen könnte, ohne die Talkingpoints abzulesen. Hier gilt wohl: you never know until you try.
Hello! Please e-mail me your contacts. I have a question webmaster@bravto.ru” rel=”nofollow”>……
Thank you!!!…